Donnerstag, 6. Oktober 2016

Osteuropäischer Wettbewerbsdruck auf Bayern steigt


VBT-Sprecher Adam Hart sagte heute dem Münchner Morgenblatt: „Die Bilanz der diesjährigen Oktoberfest-Saison zeigt deutlich, dass unsere hiesigen Profis stetig von osteuropäischen Arbeitsmigranten verdrängt werden. Wir gehen davon aus, dass unser traditionsreicher Beruf in den kommenden 10 Jahren aussterben wird und pochen deshalb auf die Unterstützung der deutschen Politik“.

Der Verband bayerischer Taschendiebe (VBT) sieht sich zunehmendem Wettbewerbsdruck aus Osteuropa ausgesetzt und möchte deshalb die Arbeitnehmerfreizügigkeit einschränken lassen.

Quelle: Wikipedia
Die Reaktionen aus der Politik sind allerdings gespalten. Frauke Petry von der AfD antwortete auf eine Anfrage des Münchner Morgenblattes, sie wolle sich „persönlich für den Schutz dieser einzigartigen deutschen Zunft einsetzen“ und dafür sorgen, dass „die bayerischen Taschendiebe ihre Arbeit in Zukunft wieder ungehindert durch führen können“.

Kritik kommt jedoch vom Parteivorsitzenden der FDP, Christian Lindner: "Die Europäische Union baut auf dem Prinzip der Arbeitnehmerfreizügigkeit auf. Zudem wird der großteils manuelle Beruf der Taschendiebe ohnehin auf Kurz oder Lang sowieso digitalisiert und damit wegrationalisiert."

Das weitere Vorgehen bayerischen Landesregierung in dieser Angelegenheit bleibt abzuwarten.


Autor Politikressort: Justus Blickts

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