Samstag, 1. Oktober 2016

Merkel will Krankheitstage durch Wiesngrippe streichen

Wie Kanzleramtssprecher Steffen Seibert auf der heutigen Pressekonferenz bekannt gab, will die Bundesregierung Krankheitstage die innerhalb der 2 Wochen nach dem Oktoberfest fallen als ungültig werten lassen. Es gehe darum die Arbeitnehmer daran zu hindern die bestehende Fehlzeitenregelung auszunutzen. „Wer saufen kann, der kann auch in den Tagen danach zur Arbeit gehen", so Seibert. Die Regelung wird voraussichtlich ab dem 4. Oktober in Kraft treten.

Foto: Metropolico.org (CC BY-SA 2.0)

Die CDU, unter Angela Merkel, will den Gesetzesentwurf im Schnellverfahren ratifizieren lassen um die Volkswirtschaftlichen Verluste im Nachgang zum diesjährigen Oktoberfest zu minimieren. Jedes Jahr, im Herbst, entsteht durch "geplante" Krankheitstage ein volkswirtschaftlicher Gesamtschaden von mindestens 1,2 Milliarden Euro.

Der bayerische Ministerpräsident, Horst Seehofer, widerspricht dem unpopulären Vorstoß der Berliner Union vehement: „Es kann nicht angehen, dass man weit entfernt in der Hauptstadt dermaßen tief in die uralte bayerische Tradition eingreift. Wir werden uns aufs Äußerste dagegen wehren und den Entwurf im Bundesrat blockieren!"

Verdi-Sprecher Thomas Voß gegenüber dem Münchner Morgenblatt: "Diese Last-Minute-Aktion lässt die Arbeitnehmer im Unklaren, wie sie sich ab kommender Woche verhalten sollen. Wir verlangen von CSU und CDU, dass sie sich schnellstmöglich auf ein gemeinsames Vorgehen einigen!"


Autor Politikressort: Justus Blickts

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