Mittwoch, 12. Oktober 2016

Mordende Clowns einer Netflix-Marketing Aktion geraten außer Kontrolle


In den USA und Großbritannien wurden in letzter Zeit vermehrt Passanten von gruseligen Clowns mit Messern, Hammern und Schusswaffen bedroht. Gestern beschwerte sich deshalb der Polizeichef von Durham öffentlichkeitswirksam auf Twitter darüber.

Inzwischen wurde der Initiator der Aktion aufgedeckt. Es handelt sich wohl um eine misslungene Werbekampagne für den Start einer neuen Netflix-Kino-Kooperation, die Neuverfilmung von "Es" mit Grusel-Clown Pennywise, die kommendes Jahr ins Kino kommen soll.

Netflix CEO Reed Hastings entschuldigte sich öffentlich für das Vorgehen seines Marketingteams. Personelle Konsequenzen wolle er nicht ausschließen. Zudem kooperiere man umgehend mit den Behörden um jede einzelne Tat aufzuklären.

Foto: DM PranksProdukctions
Laut Hastings habe man hunderte Laienschauspieler engagiert um Passanten zu erschrecken. Hastings zufolge wollte man möglichst viel Aufmerksamkeit erregen um die Serie bestmöglich zu vermarkten. Es war aber nicht im Sinne des CEO Menschen zu gefährden. „Die Aktion ist völlig aus dem Ruder gelaufen. Die Schauspieler sind regelrecht einem Wahn verfallen. Wir haben die Kontrolle über sie komplett verloren. Wir sind zu weit gegangen und das tut uns aufrichtig leid."

Auf YouTube einsehbare Szenen erinnern regelrecht an schlechte Zombiefilme. Clowns jagen Passanten die verzweifelt um ihr Leben rennen und panisch nach Hilfe rufen. Die Fastfoodkette McDonald's Inc. hatte in einer ersten Reaktion sogar ihre Clown-Maskottchen zwangsbeurlaubt um Nachahmer unter ihren Angestellten zu verhindern.

Autor Politikressort: Justus Blickts


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