Freitag, 23. September 2016

Pilotversuch: Wodka Maß auf dem Oktoberfest

Wird in den Festzelten bald auch Wodka in Maßkrügen ausgeschenkt? Einem Antrag des Verbandes der Münchner Oktoberfestgastronomen für einen entsprechenden Pilotversuch wurde heute statt gegeben. Das neue Konzept soll als erstes im Hofbräu Festzelt wegen seines internationalen Publikums getestet werden.

„Wir sind sehr froh über diese Chance. Wenn es gut von unseren Gästen angenommen wird, dann können wir uns auch vorstellen das ganzjährig im Münchner Hofbräuhaus so umzusetzen“, so Günter Steinberg, Chef des Hofbräu Festzelts. Auch weitere Getränke, wie z.B. Rum-Cola, werden bereits im Verkauf beim Hacker-Pschorr-Bräuhaus, an der Theresienwiese, getestet.

Klaus Rehklau, der Geschäftsführer des Bräuhauses, gegenüber dem Münchner Morgenblatt: „Die internationalen Gäste wollen bzw. können nicht nur Bier bei uns trinken. Vor allem die italienischen Touristen sind unser starkes Bier nicht gewöhnt und verlangen nach Alternativen.“ Das US-Konsulat warnte gar jüngst vor dem starken Alkoholgehalt des bayerischen Biers. Eine Festbiermaß enthält demnach 4x so viel Alkohol wie nordamerikanisches Bier. Für US-amerikanische Touristen gilt dieses Jahr sogar eine Reisewarnung.

Zudem plant man den Verkauf von Bier aus Eimern mit Strohalmen. Die restdeutschen und internationalen Besucher kennen diese Trinktechnik bereits von der Balearen Insel Mallorca. Dort wurde diese betriebswirtschaftlich praktische Ausschankmethode jahrelang erfolgreich im Massenbetrieb getestet.

Laut Ballermann 6 Gastronom Klaus Froböse ergeben sich im Besonderen Vorteile aus der einfacheren Handhabbarkeit, da eine Bedienung nicht mehr 12 Maßkrüge, sondern nur noch einen Eimer schleppen muss. Zudem wird Spülwasser beim Abwasch gespart und das gemeinsame Trinken bringt die Menschen enger zusammen.


Der Münchner Umweltverband stellt sich hinter diese Forderung, so Sprecher Hans Waldschrat: „die Umwelt wird während dieser zwei Wochen sowieso schon mit Lärm und Müll schwer belastet. Jede noch so kleine Verbesserung ist da aus unserer Sicht hilfreich.“

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