Montag, 19. September 2016

Trump lässt Oktoberfestzelt für Besuch räumen

Der Bayerische Staatsminister für Finanzen Markus Söder (CSU) will den US-amerikanischen Präsidentschaftsanwärter Donald Trump auf das diesjährige Oktoberfest nach München einladen. Geplant sei das Schützenzelt am Tag der Deutschen Einheit exklusiv für dessen umfangreiche Wirtschaftsdelegation bereit zu stellen. Man wolle so bereits frühzeitig für gute Beziehung zum zukünftigen Präsidenten der Vereinigten Staaten sorgen. "Die CSU hat historisch schon immer gute Beziehungen zur Republikanischen Partei gepflegt. Wir wollen das auch trotz aller Kontroversen für die kommenden 4 Jahre nicht ändern. Das ist wichtig für den Wirtschaftsstandort Bayern."

So sei es geplant, gemeinsam mit Donald Trump am 3. Oktober die Feierlichkeiten zur Deutschen Einheit zu zelebrieren. Die Amerikaner hatten mit ihren diplomatischen Mitteln maßgeblich zur Wiederverinigung beigetragen.

Donald Trump habe auf Anraten seines engen Parteifreunds, Arnold Schwarzenegger, explizit darum gebeten im Schützenzelt feiern zu können. Das Schützenzelt wird im Innen- und Außenbereich voraussichtlich für diesen Tag aus Sicherheitsgründen vollständig für reguläre Besucher gesperrt.

Harsche Kritik kommt vom Interessenverband der Oktoberfestbesucher. Dessen Sprecher Armin Maier äußerte sich gegenüber dem Münchner Morgenblatt: „Es ist ein weiteres Beispiel dafür, dass politische Interessen über das Wohl des einzelnen gestellt werden. Wer trägt denn die Kosten für die Entschädigung von bereits bestehenden Tisschreservierungen, oder für das zusätzliche Sicherheitskonzept?"

Laut Staatsminister Söder sei keine finanzielle Mehrbelastung für den Steuerzahler absehbar, da die betroffenen Tischreservierungen sogar recht großzügig auf den Anstichsamstag am kommenden Oktoberfest 2017 verlegt würden. Das komme quasi einem „Upgrade" gleich.

Foto: Gage Skidmore (CC BY-SA 2.0)

Autor Politikressort: Justus Blickts

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