Montag, 12. September 2016

Münchner Stadtrat beschließt Plastikmaßkrüge beim diesjährigen Oktoberfest

Der Münchner Stadtrat hat sich in seiner heutigen Sitzung zu einer weiteren Sicherheitsmaßnahme für das diesjährige Oktoberfest entschieden. Mit großer Mehrheit wurde ein Verbot der bisher verwendeten gläsernen Maßkrüge beschlossen. 

Laut Wiesnwirte-Sprecher Toni Roiderer (Festwirt des Hacker-Festzeltes) liegt es vor allem an den „etwa 36.000 fehlenden Maßkrügen und 22 Tonnen Glasscherben pro Wiesn“, dass diese drastische Maßnahme durchgesetzt werden konnte. 

KVR Chef August Iner unterstützt dieses Vorgehen. Er begründet dies mit der Gefährdung durch betrunkene und handgreifliche Besucher, sowie die Einsatzmöglichkeit als Tatwaffe durch terroristische Vereinigungen. Man wolle diesem Personenkreis zuvor kommen und so für eine möglichst friedliche Wiesn sorgen.


Protest kommt jedoch von einigen anderen Wiesnwirten und zahlreichen Umweltverbänden. So gibt selbst Toni Roiderer zu, dass es die Wirte in so kurzer Zeit vor eine logistische Herausforderung stelle, trotz guter Kontakte zu chinesischen Lieferanten. Der Bund für Umweltschutz pocht zudem auf die Verwendung von recyclebarem Plastik und die Einführung eines Pfandsystems. All das dürfte die Vorbereitungen bis zum Anstich am kommenden Samstag nicht einfacher gestalten.

Autorin Lokalressort München: Brigitte Obacht

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