Donnerstag, 29. September 2016

Heißt es bald „die Maßkrügin"? Münchner LINKE Fraktion reicht Antrag ein

DIE LINKE Fraktion im Münchner Stadtrat hat heute einen Antrag zur „Entmaskulinisierung von Arbeitsgegenständen" eingereicht. Sie folgt damit dem Vorbild der Flensburger Kollegen. Demnach soll es in allen öffentlichen Texten unter anderem bald „der/die Maßkrug/-krügin" bzw. „der/die Computer/-in" heißen.

Quelle: AxelBoldt, Wikimedia
DIE LINKE Fraktionsvorsitzende Brigitte Wolf sagte dem Münchner Morgenblatt dazu: „Es ist seit Jahren in Deutschland üblich genderneutrale Bezeichnungen zu gebrauchen. Dass wir das nun in allen städtischen Bereichen glattziehen wollen ist nur folgerichtig. Alltägliche Arbeitsgegenstände im Öffentlichen Dienst, wie z.B. der Papierkorb, der Computer oder der Maßkrug, dürfen nicht länger Leuchttürme des Patriarchiats darstellen!"

Kritik hagelt es wieder einmal von der CSU Fraktion. Der Fraktionsvorsitzende, Hans Podiuk, kann dazu nur den Kopf schütteln. „Man versucht durch völlig sinnentfreite Themen Aufmerksamkeit zu erregen. Wir sollten uns wirklich drängenden Themen zuwenden, wie z.B. die Beziehung Deutschlands zu einem möglichen US-Präsidenten Donald Trump. Schauen Sie sich mal das schlechte Image Trumps hierzulande an. Wie stehen wir diplomatisch gesehen da, wenn er wirklich ins Amt gewählt wird?"



Autorin: Brigitte Obacht


Bleibe informiert und folge uns jetzt auf Facebook.